Variablenprofile werden primär dafür genutzt, um Variablenwerte wie True, False oder 0, 1, 2, 3 in einen für den Menschen leserliche Form zu bringen und sie mit den notwendigen Kontextdaten (z.B. °C) zu versehen.
Dabei kann für die eigenen Variablen aus einer Vielzahl von Standard Profilen gewählt werden oder eigene erstellt werden, welche dann für beliebig viele Variablen verwendet werden können.

Um die Variablenprofile editieren zu können, müssen Sie die Variable im der Baumansicht auswählen und über das Kontextmenü auf "Objekt öffnen" drücken. Aktiveren Sie die Checkbox "Experteneinstellungen". Sobald sie den ersten Dialog mit Weiter bestätigen, könne Sie ihre eigenen Profile editieren.
Sie haben die Möglichkeit ein Profil aus den vorgefertigten Profilen auszuwählen oder ein eigenes zu erstellen. Um ein eigens Profil zu erstellen müssen Sie auf "Neu" klicken und dem Profil einen Namen geben.
Obwohl die Variablenprofile nach Typen (Boolean, Integer, Float, String) unterschieden werden, kann ein Profilname jeweils nur einmalig vergeben werden.
Sie erkennen Standard Profile an der Tilde (~) vor dem Profilnamen. Diese Profile werden vom System erstellen und können von ihnen nicht editiert werden. Sie dürfen die Tilde auch nicht in in eigenen Profilnamen verwenden.
Wenn sie ein neues Profil erstellt haben, müssen sie auf "Ändern" klicken, um in den Editiermodus zu gelangen. Sie haben dann folgende Möglichkeiten Änderungen am Profil vorzunehmen:
Präfix | Alle Typen | String vor dem eigentlichen Wert wie z.B. feste Beschreibung |
Suffix | Alle Typen | String nach dem eigentlichen Wert wie z.B. °C |
Min Wert | Integer, Float | Kleinster möglicher Wert der Variable für die Visualisierung |
Max Wert | Integer, Float | Größter möglicher Wert der Variable für die Visualisierung |
Schrittweite | Integer, Float | Aus Schrittweite berechnet sich die Anzahl der Felder, die in der Visualisierung zum Anklicken erstellt werden. z.B. Min = 0, Max = 100. Bei einer Schrittweite von 25 würden die Werte 0, 25, 50, 75, 100 zur Auswahl stehen. |
Stellen | Float | Gibt die Anzahl der angezeigten Nachkommastellen an |
Standard Icon | Alle Typen | Falls kein Icon über die Assoziationen vorhanden ist, wird das Standard Icon verwendet. Sollte diese Feld leer bleiben, wird auf das Objekt Icon zurückgegriffen. Alle vorhandenen Icons können Sie hier finden: WebFront Icons |
Assoziationen | Boolean, Integer, | Boolean:
|
Profile werden nur für die Visualisierung verwendet. Sobald der Variablenwert außerhalb der angegebenen Min/Max Grenzen liegt oder außerhalb der spezifizierten Assoziationen, kann eine falsche oder gar keine Ausgabe des jeweiligen Wertes erfolgen.
Beispiel:
Wenn im Profile Min=0 und Max=20 definiert sind und % als Suffix angegeben wurde, aber der Variablenwert 40 ist, so wird in der Visualisierung 200% angezeigt. Die Min/Max Werte limitieren nicht den Variablenwert!
Je nach Variablentyp können als Platzhalter %d und %f genutzt werden. Um die Nachkommastellen zu beeinflussen, kann folgendes Format verwendet werden (%.2f für 2 Nachkommastellen).
Um das Prozentzeichen (%) innerhalb eines Assoziationstextes nutzen zu können muss ein doppeltes Prozentzeichen (%%) eingegeben werden.
Eine weitere Funktionalität eines Variablenprofil ist, dass bei einer Änderung des Werte innerhalb der Visualisierung ein Skript aufgerufen werden kann. Das ermöglicht das Steuern von Geräten und das Aktualisieren der Variable die mit dem Profil verknüpft ist und die die Änderung angefordert hat. Unter Systemvariablen können nachsehen, welche speziellen Variablen ihnen in dem aufgerufenen Skript zur Verfügung stehen.
Aus einer Kombination von Dummy Modul (Instanz), einer Variable mit verknüpften Variablenprofil und einem verknüpften Aktionsskript können Sie die Funktion eines nativen IP-Symcon Moduls nachbilden.
In einem Aktionsskript sollte der Schaltvorgang und zumindest die Anweisung stehen, die die Variable auf den angeforderten Zustand setzt: